VALERIA MUSARRA

...aufgeben kann alles Mögliche sein, aber niemals eine Lösung...

Sehfrühförderungstherapie

Einmal pro Woche kommt die Therapeutin zu mir nach Hause und trainiert meine Sehkraft. Das Training beinhaltet verschiedene Stufen und wird Schritt um Schritt gefördert.

 

Stimulation durch Licht

Bei dieser Therapie liege ich z.B. neben einer Lichtbox welche automatisch in Zeitabstände das Licht wechselt und so mein Sehnerv stimuliert. Diese Box wird abwechslungsweise links und rechts von mir hingestellt und es werden dann Gegenstände ins Licht gehalten. Ich versuche diese zu ertasten. Ich reagiere gut auf diese Box, deshalb darf ich diese Box vorübergehend behalten damit meine Mutter oder Schwester mit mir üben können. Manchmal übt sie jedoch auch einfach mit Gegenstände die Licht erzeugen z.B. Taschen- oder Velolampen etc. Seit ich die Stammzellenkur gemacht habe reagiere ich auf alle Arten von Licht  auch auf Tageslicht, Licht in den Fahrstühlen und Sonnenlicht. Das freut meine Eltern ganz besonders denn früher war das nicht so.

 

Fixieren von Gegenständen
Meine Therapeutin meint, dass ich für kurze Zeit Gegenstände oder Gesichter fixieren kann. Das trainiert sie immer wieder in dem sie mir Gegenstände zeigt. Wenn ich meinen Blick abwende versucht sie diesen dann "einzufangen" so, dass ich dann die Gegenstände kurz fixiere. 
 

Folgen von Gegenständen
Meine Therapeutin zeigt mir diverse Gegenstände. Sie verändert dann die Position und ich versuche das Spielzeug oder das Licht zu verfolgen und mit der Hand zu berühren. Obwohl das für mich sehr anstrengend ist, gelingt mir das ab und zu. 
 

Akupunktur

Die Akupuntur war ein fester Bestandteil der Kur in Asien. Aufgrund dessen haben sich meine Eltern in der Schweiz  über bestehende  Möglichkeiten erkundigt um eine Verbesserung meiner Sehkraft zu erzielen. Im Internet stoss meine Mutter auf eine Therapeutin, welche speziell auf die Verbesserung der Sicht und Verstärkung des Sehnervs spezialisiert ist. Die erste Woche musste ich täglich zwei Therapieeinheiten à 30 Minuten machen. Ab der zweiten Woche wurde auf zwei Therapieeinheiten à 30 Minuten pro Woche reduziert. Dabei wird mir direkt in den Akupunktur-Punkt des Sehnervs gestochen.

Sie arbeitet nach dem Prinzip von John Boel. Boel hat eine eigene Akupunkturart erfunden die er selber Akupunktur 2000 nennt. Das besondere an dieser Methode ist, dass diese Art über das Nervensystem und über das Gehirn wirkt (was bei den herkömlichen Akupunktur-Methode nicht so ist). Das Setzen einer Akupunkturnadel nach dieser Methode löst einen elektrischen Prozess aus, wodurch ein Strom mit einer bestimmten Frequenz ausgesandt wird. Jeder Akupunktur-Punkt sendet eine andere Frequenz aus. Der Strom mit dieser bestimmten Frequenz wandert durch die Nervenbahnen zu dem Teil des Gehirns, der für die kranke Region des Körpers zuständig ist. Von dort wird dann ein Signal zum Zwischenhirn (Hypothalamus) gesandt. Dieses analysiert und sendet das Signal weiter zur Hirnanhangdrüse und diese reagiert und setzt bestimmte Hormone in der Blutbahn frei. Die Hormone im Blut bewirken, dass die hormonregulierenden Organe und Drüsen stimuliert werden, und verschiedene Stoffe ausschütten, wie z. B. einige sehr wichtige schmerzstillende Hormone, Endorphine genannt. Der Körper beginnt die kranke Region selber zu heilen. D.h. also, dem Gewebe wird ein Mikro-Schaden zugeführt natürlich kein bleibender oder gefährlicher Schaden, der auch nichts mit der eigentlichen Gesundheit zu tun hat, sondern nur ein Mikro-Schaden. Dieser Punkt gibt dem Gehirn dann Bescheid, den Mikro-Schaden zu reparieren und dabei repariert/heilt es gleichzeitig das eigentliche Problem.